Der Monviso
Da steht der Monviso, dieser würdige Greis. Ein Vorstellen erübrigt sich. Die Piemontesen sehen ihn täglich, die Italiener wissen, dass an seinem Fuß der Po entspringt. Die Franzosen beneiden uns um ihn. Er trat riesig aus der Erde hervor und die Kräfte gaben ihm durch vier Feuerhiebe seine Form. Kein anderer Berg war ihm ähnlich. Jahrtausende lang war er der Höchste der Alpen. Der Einzige, von dem uns die alten Völker den Namen überliefert haben: Vesulus, Matterhorn und Mont Blanc, Gran Paradiso, Monte Rosa, Pelmo und Civetta,
Tofane und Laveredo kamen später, viel später in der Geschichte. Allein stehend und durch seine klare, unverkennbare Form hat sich der Monviso seit jeher behauptet. Er war in Italien so berühmt wie der Olymp in Griechenland, ohne ein Sitz der Götter zu sein. Eine perfekte Pyramide aus Stein und Eis, die sich gegen den Horizont abhebt. Der sichtbare Berg...... (Cfr, Ezio Nicoli, Monviso re di pietra, Gribaudo Editore.)
